FIFA 12: Neues Verteidigungssystem angespielt – Unsere Tipps

Das neue Verteidigungssystem von FIFA 12 ist sehr umstritten. Auch auf unserer Seite wurde schon heiß diskutiert. Jetzt haben wir das neue System, und FIFA 12 im Gesamten, fast 3 Tage lang getestet. Hier unsere Meinung:

Was ist das neue Verteidigungssystem?
Bei FIFA 11 war es noch möglich, mit einer Taste in der Verteidigung einen Computerspieler auf den Gegner zu schicken. Dieser Computerspieler „klebte“ dann am Gegenspieler und griff ihn sogar an. So musste man selbst recht wenig tun, um in der Verteidigung an den Ball zu kommen.

Bei FIFA 12 hat sich dies jetzt geändert. Nicht so stark wie wir zu Anfang dachten, das Spielgefühl hat es aber doch massiv beeinflusst.

Tipps zur neuen Verteidigung
Man kann noch immer einen Computerspieler auf den Gegner schicken, und zwar mit der „Zweiter Spieler Zustellen“ Taste. Diese liegt in den Controller-Einstellungen entweder auf L1 oder L2, je nachdem mit welcher Einstellung, klassisch oder alternativ, ihr spielt.

Hält man nun also die Zustellen-Taste in der Verteidigung gedrückt, sprintet ein eigener, vom Computer gesteuerter Mitspieler, auf den Gegner. Aber: Er stellt den Gegner einfach nur zu, greift ihn also nicht an, nimmt ihm den Ball nicht ab.

Wie spielt es sich mit dem neuen Verteidigungssystem?
In der Praxis hat sich das Spiel, vor allem gegen menschliche Gegner, dadurch wirklich stark geändert. Wir haben längere Zeit gebraucht, um uns daran zu gewöhnen, und nicht bei jedem Angriff offen wie ein Scheunentor dem Gegner den Weg zum Tor frei zu machen.

Hat man sich einmal daran gewöhnt, die Verteidigung nun selbst in die Hand zu nehmen, fällt aber bei näherem Hinsehen auf, dass das Spiel zuerst einmal authentischer wirkt, dem „echten“  Fußball also noch näher kommt.

Beim Spiel gegen menschliche Gegner kommt es aber im Moment noch, wie befürchtet, dazu, dass in den Spielen wirklich viele Tore fallen, wenn zwei wirklich gute offensive Spieler gegeneinander Spielen.
Gut! Wird sich der eine oder andere denken, für uns wirkt es aber im Moment noch eher wie ein Glücksspiel:
„Wer schießt mehr Tore als der Gegner – in der Verteidigung hat man gegen starke Dribbler eh keine Chance“

Was will EA mit dem neuen Verteidigungssystem erreichen?
Sicher will EA noch mehr Realismus in FIFA bringen. Un dadurch mehr Spielspaß für alle, sowohl Dribbelkünstler als auch Taktiker.

Viele PES (Pro Evolution Soccer) Anhänger kritisierten bis jetzt an FIFA ja genau den Umstand, dass man selbst nichts für die Verteidigung tun muss, außer ein Knöpfchen drücken. Bei Pro Evo soll das Ganze viel realistischer gelöst sein.

Fazit: Ist es EA gelungen FIFA 12 realistischer zu gestalten?
Sicherlich ja, aber (bis jetzt unsere Meinung) auf Kosten des Spielspaßes. Zu oft sieht man sich dem Angreifer hinterherhechelnd, weil man wieder mal im falschen Moment die „fairer Zweikampf“-Taste gedrückt hat, und zuerst einmal einen Schritt in die falsche Richtung gemacht hat.

Vielmehr: Wir haben uns jetzt darauf eingeschossen, noch weniger aktiv an der Verteidigung teil zu nehmen, da es fatal ist im Mittelfeld dem Gegner durch eine falsche Bewegung Tür und Tor zu öffnen.
Wir stehen mit unserem Gegner im Raum, immer den Stick eher in Richtung eigenes Tor, und schicken mit der „zweiter Spieler zustellen“-Taste wieder den eigenen Computer auf die Gegenspieler.
Somit ist genau das Gegenteil von dem erreicht, was EA eigentlich wollte: Der Spielspaß hat sich eher vermindert, nimmt man doch jetzt aus Sicherheitsgründen nur noch aktiv an der Offensive, nicht mehr der Defensive teil.

Wie ist Eure Meinung dazu? Schreibt sie einfach in die Kommentare unten.